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[Ort des Geschehens]
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Als
Freizeitparkbegeisterter sollte man auch die Parks besucht haben, die
weniger bekannt sind bzw. weniger Zulauf besitzen. Man hatte mich (uns) hier
wieder auf die übliche Weise gelockt. „Bayerns größter Freizeitpark, direkt
an der A3“ versprach der Werbeprospekt. Um ganz unvoreingenommen berichten
zu können, las ich im Vorfeld keine Tests oder Berichte über den Park. Wie
mein bzw. unser Fazit ausfiel, können Sie auf dieser Seite erfahren.
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Mir viel sofort auf, dass der Park zwei
Eingänge besitzt, von dem aber nur einer geöffnet war. Am Ende des Tages fragte
ich mich, ob der zweite Eingang überhaupt jemals öffnen würde?!
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Eingangsbereich des Parks.
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Trotz des langen
Pfingst-Wochenendes 2009 war so gut wie gar nichts los, wie diese Foto zur
Mittagszeit beweist.
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Wir
waren gespannt, was uns -drinnen- erwarten würde. Oft sind wir auf der
Autobahn 3 am Park vorbeigefahren: Den Boomerang und die "Türme"
konnte man immer gut erkennen und machten Lust auf mehr. Bei Nacht wird der
große Aussichtsturm beleuchtet, ein Hingucker. Ich gebe zu, schaut schon
schön aus. Was sofort auffällt: Der Park kann seinen Ursprung als Tier- und
Vogelpark nicht verleugnen. Dies wäre ja nicht unbedingt negativ, wenn man
daraus nicht zwanghaft einen Freizeitpark gemacht hätte. Auf jeden Fall
begrüßten uns schon direkt am Eingang Storche, Papageien und diverses
andere Vogelgetier.
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Schaut
schon knuffig aus.
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Diese kleine Seilbahn ist für Kinder ab acht Jahre.
Passt... bin älter als acht. Außerdem erinnerten ein paar der Attraktionen
an den Potts-Park in Minden, die dort auch zum Einsatz kommen.
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Als große Neuheit wurde das 4-D-Motion-Kino
beworben. Also nix wie rein und diese tollen Brillen aufgesetzt.
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Nur
irgendwie passte der Film nicht zu der „vierten Dimension“. Zu sehen war
eine Achterbahnfahrt, die man aus den Volksfest-Simulatoren kennt (Lorenfahrt).
Dabei bewegte sich die Gondel, einen 3D-Effekt konnte ich beim besten
Willen nicht erkennen. Vielleicht waren die Konturen etwas -angehoben-?!
Und als dann auch noch von oben ein paar Spritzer Wasser kamen, an einer
Stelle im Film die überhaupt nix mit Wasser zu tun hatte, stand mein Fazit
bereits fest. Danke auch nochmal an den netten Service-Mitarbeiter, der mir
erst meine Kamera entnommen und dann auch noch auf das offene Objektiv
gelegt hatte.
Zum
Thema Personal kann ich nur sagen, dass die meisten nicht gerade freundlich
und kaum der deutschen Sprache mächtig sind. Lustig war aber der Kollege
auf der Schiff-Rundfahrt, der auf einmal eine Runde rückwärts fahren
wollte. Ich schrie nur "neeeeeein“ (mir war bereits übel), er frage
noch einmal "rückwärts?". Ich wieder "neeeeeein“. Und schon
ging die Fahrt wieder los. Er holte inzwischen einen Eimer hervor, hielt
ihn hoch und grinste dabei. Nennt man sowas unverschämt oder schadenfroh?
Von
Übelkeit geplagt machten wir nun einen Abstecher in den angeschlossenen
Wildpark, der im Gegensatz zum Freizeitpark ganz liebevoll angelegt ist.
Man hätte vielleicht einfach dabei bleiben sollen. Aber so viel Auswahl hat
man in Bayern ja nicht, was die Wahl der Parks betrifft.
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Selten hatte ich so viele dieser Art auf einmal
gesehen. Im ganzen Bereich konnte man bestimmt 15 oder mehr Exemplare
sichten.
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Ein Foto mit Seltenheitswert.
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Emu oder
Emo?
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Och wie süß.
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Der
tierische Bereich des Parks ist wirklich zu empfehlen, auch wenn Hühner
nicht wirklich in einen Safari-Themenbereich passen. Aber das mit dem
Themenbezug darf man in Geiselwind sowieso nicht allzu ernst nehmen. Das
Wald-Biotop (Wald-Lehrpfad, der über heimische Tiere aufklärt) ist
romantisch, die Vogelstimmen kommen allerdings vom Band. Man kann sich
diese Melodien bzw. Vogelstimmen im Zeitalter von CD und MP3 übrigens noch
auf Kassette kaufen. Leider ist der komplette Natur- und Wildpark kaum
besucht und versinkt eigentlich im ganzen Park, da er relativ abgelegen
liegt.
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Wieder unterwegs im Freizeitpark.
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Die meisten Attraktionen sind portable
ehemalige Kirmes-Fahrgeschäfte. Wie auch der größte transportable
Aussichtsturm der Welt. Immerhin ist die Aussicht wirklich nicht schlecht.
Meine Freundin hat sich Dieses Foto zeigt die im Prospekt beworbene
Drehachterbahn. An sich eine nette Sache, wenn die Bahn während der Fahrt
nicht fast stehenbleiben würde. Die „Dunkel“fahrt wird ebenfalls groß
beworben.
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Kommen wir nun zur besten Achterbahn (in
Geiselwind), die einmalig in Deutschland ist. Im Innenbereich der
Achterbahn hat man tatsächlich versucht, so etwas wie "Theming" aufzubauen.
Ich will mal beide Augen zudrücken. Eigentlich ist es für Geiselwinder
Verhältnisse gar nicht so schlecht gelungen.
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Rückwärts geht es bergauf, dann
klingt der Zug aus und rast durch die Station.
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Der Name
Boomerang passt, denn die Bahn kommt einfach wieder zurück.
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Das Ende der Strecke ist erreicht
und es geht wieder abwärts, diesmal rückwärts.
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Der Boomerang in Geiselwind: Fährt
sich etwas ruppig und verteilt ordentlich Schläge. Trotzdem einmalig in
Deutschland.
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Wartezeiten waren trotz des verlängertes
Wochenendes eigentlich nicht vorhanden. Man konnte in den meisten Fällen
direkt einsteigen. Das hat durchaus etwas Positives, denn von solchen Anstehzeiten
kann man in den großen Parks nur von träumen. Was an vielen Stellen
auffiel: Hauptsache die bayrische Flagge weht im Wind.
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Sind wir hier auf der Kirmes? Nein, wir sind im
Freizeitland Geiselwind. Auch die Wasserbahn ist eine typische
Rummel-Attraktion. Aber bei Hitze ist das glaube ich jedem völlig egal.
Denn wer vorne sitzt, wird hier ordentlich nass.
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Gesamtübersicht der Wasserbahn. Am oberen Rand
ist das Gelände der Turmspringer-Show zu sehen. Praktisch: Auch wenn man
für die Vorstellung keinen Sitzplatz bekommen hat, kann man vom Weg alles
super mitverfolgen.
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Warum oder wovor hat dieser
Ureinwohner bloß solche Angst?
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Er mag wohl nicht in den T-Rex-Tower. Auch hier
ist die für Geiselwind typische und seltsame Thematisierung zu erkennen. Dieses Freifallturm besitzt noch seine komplette
Volksfestausstattung inklusive Beleuchtung und Dekor. Damit die Attraktion
in den Dino-Themenbereich passt, hat man einfach ein paar
Dinosaurier-Modelle aufgestellt. Es wirkt irgendwie lieb- und einfallslos.
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Natürlich
durfte eine Fahrt mit dem Park-Express nicht fehlen. Dieser bestand aus
einem Traktor mit mehreren Anhängern, verkleidet als Dino oder Drache. Das
Gespann hatte jedenfalls Mühe um die engen Kurven zu kommen. An Bord sollte
man während der Fahrt wohl was von der Geschichte der Dinosaurier erfahren.
Das Knarzen und Knattern des alten Anhängers war jedoch so laut, dass wir
nichts verstehen konnten.
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Hier kann
man lernen… oder den Zirkus besuchen.
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So stellt man sich einen
Ornit-Homimus gar nicht vor.
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So langsam machten wir uns mit gemischten Gefühlen
auf dem Weg Richtung Ausgang. Die Vogelkolonie am Parkeingang machte am
Abend einen mächtigen Lärm. Vielleicht hatten sie hunger?!
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Diese Gartenbahn dreht am
Eingangsbereich ihre Runden.
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Impression der Gartenbahn.
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Unser Fazit im Foto festgehalten.
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Fazit
Das
Freizeitland Geiselwind ist ein Familienpark, ganz klar. Im Vergleich zu anderen
Parks dieser Größenordnung (etwa Fort Fun im Sauerland) ist der
Eintrittspreis vielleicht etwas zu überhöht, dennoch günstiger als bei den
großen Parks wie Europapark, Hansa-Park oder Phantasialand. Immerhin darf
man sich „größten Freizeitpark Bayerns“ nennen, was von der Fläche her
gesehen auch stimmen mag. Gefallen hat uns der Wildpark, der zwar etwas
abgelegen vom eigentlichen Park liegt, dennoch durch die Tiervielfalt
besticht. Die kaum bis gar nicht vorhandene Thematisierung fanden wir
schlecht. Der Freizeitpark besteht im Wesentlichen aus einer großen
Sammlung an ausgedienten Kirmes-Attraktionen. An vielen Stellen fragt man
sich einfach „warum?“. Ein Hip-Hop-Dekor passt einfach nicht in einen
Dinosaurier-Themenbereich. Da hätte man ruhig etwas mehr Einfallsreichtum
zeigen können.
Aber
es war nicht alles schlecht, denn wir hatten einen schönen Tag. Wer nicht
sonderlich großen Wert auf ausgefallene und gut thematisierte Fahrgeschäfte
legt, wird hier seinen Spaß haben. Alle anderen Besucher werden den Park
mit geteilter Meinung verlassen, so wie wir.
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