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[Route der Ardey-Bahn]
Klicken Sie auf den Pfeil oder das
Bild, um die Route anzuzeigen. Sie führt vom Hauptbahnhof in Bochum über
die ehemalige Erzbahntrasse zur Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen.

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Die
Ardey-Bahn (RegionalBahn 53) ist
eine 38 km lange (teils eingleisige) nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke
in Nordrhein-Westfalen. Sie führt von Dortmund über Schwerte nach Iserlohn.
Fahrzeugeinsatz
Bis
zum Jahre 2004 verkehrten auf der Ardey-Bahn die Altbautriebwagen der
Baureihe 624. Nachdem die Strecke neu ausgeschrieben wurde (zusammen mit
den anderen Strecken des Sauerland-Netzes), erhielt erneut die Deutsche
Bahn (DB Regio NRW) den Zuschlag. Da der Zweckverband allerdings moderne
und zeitgemäße Fahrzeuge forderte, konnte die Bahn nicht weiter mit den
alten 624er fahren. Diese versprühten nämlich noch den Charme der
Silberlinge. Die Wahl fiel auf den Triebwagen Lint, bekannt unter der
Baureihenbezeichnung 648.
Die Strecke und die Umgebung
Meine
Reise beginnt im Dortmunder Hauptbahnhof an Gleis 3. Von hier aus machen
sich die Triebwagen der Reihe 648 auf den Weg Richtung in Iserlohn bzw.
Schwerte (Ruhr). In Dortmund steigen die meisten Fahrgäste ein und aus, es
finden Personalwechsel statt und Doppeltraktionen werden gebildet oder aufgelöst
(dies passiert aber auch in Schwerte). Für die Regionalzüge aus Richtung
Dortmund Hörde sind die Gleise 2 bis 4 vorgesehen, da es sich hierbei um
einen kleinen „Kopfbahnhof“ handelt. Folgende Linien enden und starten in
hier: RE57 (Dortmund-Winterberg), RB53 (Dortmund-Iserlohn), RB59
(Dortmund-Soest) und RB52 (Dortmund-Lüdenscheid).
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Dortmund Hauptbahnhof, Gleis 3: Die
Fahrtrichtung wurde noch nicht geändert.
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Das Fahrtziel der Ardey-Bahn:
Iserlohn.
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Nachdem
der Dortmunder Hauptbahnhof verlassen wurde, folgt die RB53 für einige Zeit
der Hauptstrecke (Richtung Bochum). Kurz darauf zweigt die Strecke ab und
führt jetzt weiter Richtung Dortmund Signal-Iduna-Park (früher Dortmund
Westfalenhalle). Bis auf den RE57 halten dort alle oben aufgezählten
Linien. Nun wird die Schnettkerbrücke
(Bundesstraße 1) unterquert, die zur Zeit neu
aufgebaut wird (Stand: März 2008). Nach einer längeren Linkskurve wird der
Haltepunkt Dortmund Signal-Iduna-Park erreicht. Das gleichnamige
Fußballstadion, das früher ebenfalls einen anderen Namen trug
(Westfalenstadion), ist für kurze Zeit sichtbar.
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Einfahrt in den Haltepunkt Dortmund
Signal-Iduna-Park.
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Dieser
Haltepunkt wurde vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland
grundlegend modernisiert. So wurden zum Beispiel die Bahnsteige
verbreitert, Signalanlagen ausgetauscht, Wartehäuschen aufgebaut und die
Fahrgastinformationen (Fahrpläne, Beschilderung) erheblich verbessert.
Fortan konnten zwei Zugpaare gleichzeitig im Bahnhof auf Fahrgäste warten,
da dies jetzt durch die neuen Signalanlagen möglich war. Vor dem Umbau war
der Haltepunkt an BVB-Spieltagen teilweise so überfüllt, dass immer wieder
Fahrgäste und Fußballfans auf die Gleise stürzten. Nicht selten gerieten
dadurch die Fahrpläne durcheinander. Mittlerweile ist einige Zeit vergangen
und die ersten Spuren der nicht vorhandenen Bahnhofspflege werden deutlich.
So sind ganze Teile der Bahnsteige bereits mit Grasflächen und Wildkraut
bedeckt. In einigen Jahren wird sich die Natur wohl noch weiter ausbreiten.
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Haltepunkt Dortmund Signal-Iduna-Park und ein
Treffen der Lints: Die Doppeltraktion besteht aus einem 640 (kleiner Bruder
des 648) und einem 648. Der Solo-Lint (648) macht sich auf den Weg Richtung
Lüdenscheid.
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Nun
geht die Reise weiter Richtung Süden. Hinter der Brücke (auf dem obigen
Foto zu sehen) zweigt die eingleisige Nebenstrecke Richtung Hagen bzw.
Lüdenscheid ab, die Volmetal-Bahn (RB52). Die nächsten Kilometer werden
zurückgelegt, vorbei an alten Industrieanlagen wie der Hochofenanlage
Phönix-West. Nachdem mehrmals die alten Trassen der Elias-Güterbahn unter-
und überquert wurden, ist der Bahnhof Hörde bereits zu erkennen. Die
Elias-Güterbahn diente bis 2002 dem Transport von flüssigem Eisen, dass im
Werk Phönix-Ost produziert und zur Weiterverarbeitung ins Hochofen-Werk
Phönix-West geschleppt wurde. Zum Einsatz kamen Dieselloks der Dortmunder
Eisenbahn. Nach der Abschaltung der Stahlwerke rollte im Jahre 2002 die
letzte Bahn. Heute sind fast alle alten Gleise der Eilias-Bahn abgetragen.
Die Hauptverbindung zwischen Werk Ost und West wurde allerdings
asphaltiert, um LKW-Verkehr zu ermöglichen. In der Zukunft soll anstelle
des Werkes Ost ein großer See entstehen, der sogenannte Phönix-See. Da im
Jahre 2007 eine große Menge an Schutt und Erde abgetragen werden musste,
bedienten sich die LKW-Fahrer der alten Elias-Trasse. Die große Flutung
fand am 01. Oktober 2010 im Rahmen eines Festes statt.
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Der Bahnhof in Dortmund Hörde bei
Nacht.
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Nun
erreicht der Lint den Bahnhof Dortmund Hörde. Hörde besitzt einen Bahnhof
der Kategorie 4, ein hoch frequentierter
Nahverkehrsknoten mit einer hohen Dichte an Nahverkehrszügen und mit
Anschluss an den städtischen ÖPNV (hier Buslinien und Stadtbahn der
Dortmunder Stadtwerke). Im Bahnhof Hörde halten drei Nahverkehrslinien:
RE57, RB53 und RB59. Es sind fünf Gleise und zwei Bahnsteige vorhanden. Auf
den Gleisen 1 und 2 verkehren die Züge von und noch Soest, auf den Gleisen
3 und 4 unsere Regionalbahn nach Iserlohn und der Regionalexpress nach
Winterberg. Außerdem durchfahren den Bahnhof Hörde regelmäßig Güterzüge
von/aus Richtung Schwerte und Unna. In Sachen Fahrgastkomfort lässt der
alte Bahnhof allerdings zu wünschen übrig. Es fehlen Aufgänge/Aufzüge für
Rollstuhlfahrer und Kinderwagen. Gerade für ältere Menschen sind die sehr
niedrigen Bahnsteige oft ein Hindernis. Der Fußgängertunnel riecht nach
Urin und Fahrpläne sucht man auf den Bahnsteigen oftmals vergeblich. Die
Uhren sind schon lange stehengeblieben und im hinteren Bereich der
Bahnsteige benötigt man ein Buschmesser, um fortzukommen. Seit Jahren wird
vergeblich ein Neubau diskutiert. Mittlerweile sind die Chancen wieder
größer, dass Hörde einen ordnungsgemäßen Bahnhof bekommt. Auch deshalb,
weil Dortmund Hörde mein „Heimatbahnhof“ ist. Im Jahre 2010 wurde mit der
Erneuerung des Bahnhofs begonnen.
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Die Ardey-Bahn rollt über eine
kleine Brücke in Dortmund Aplerbeck.
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Nun
verlasse ich den Hörder Bahnhof. Nach einigen 100 Metern befindet sich auf der
linken Seite das Stellwerk Hörde, das auch heute noch besetzt ist. Vorbei
an alten Gütergleisen, die zum größten Teil entfernt wurden. Nun teilt sich
die jetzt viergleisige Hauptstrecke auf: Eine Strecke führt nach Soest
(RB59, Hellweg-Bahn) und eine nach Schwerte. Unser Triebwagen macht sich
auf den Weg Richtung Schwerte und verlässt somit den Fahrdraht. An dieser
Stelle wird auch der neue Abschnitt der B236n überquert. Nach einigen
Minuten Fahrt wird der Haltepunkt Dortmund-Aplerbeck Süd erreicht. Dort
halten nur die Züge der Ardey-Bahn, der Regionalexpress 57 nach Winterberg
rauscht vorbei. In Aplerbeck Süd überwiegt ebenfalls der Charme der 60er
und 70er Jahre. Der Verfall ist auch hier nicht zu übersehen. So fehlt etwa
ein Teil des Bahnsteigdaches. Im Vergleich zum „Urinbahnhof“ Hörde befindet
sich der kleine Haltepunkt aber noch in Recht gutem Zustand. Wie so oft auf
Strecken der Deutschen Bahn ist der Altersunterschied zwischen Fahrzeug und
Bahnhof unverkennbar. Während die Stationen herunterkommen, hält ein
moderner Dieseltriebwagen am Bahnsteig.
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Haltepunkt Dortmund-Löttringhausen.
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Der Schwerter Wald wird passiert, bevor es in
den Schwerter Tunnel geht. Zu sehen ist allerdings eine Doppeltraktion des
RE57 nach Winterberg.
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Kurze
Zeit später wird der Schwerter Tunnel passiert, der die Grenze zwischen
Dortmund und Schwerte darstellt. Der 648 fährt auf Dortmunder Stadtgebiet
in den Tunnel und kommt auf Schwerter Seite wieder heraus. Dabei wird der
gerade schon angesprochene Schwerte Wald unterquert. Es folgt eine lang
gezogene Rechtskurve. Nachdem sich der Lint elegant in die Kurve gelegt
hat, trifft die Ardey-Bahn auf die Gleise der Hauptbahn (Hamm - Hagen).
Jetzt fährt der Dieseltriebwagen wieder unter Fahrdraht. Es dauert nicht mehr
lange, dann wird der Bahnhof Schwerte (Ruhr) erreicht sein. Nachdem die
Autobahn 1 unterquert wurde, passiert die Regionalbahn das alte Stellwerk
„Abzweig Heide“, das seit 16. September 2007 außer Betrieb genommen wurde,
da in und um Schwerte alle alten Formsignale durch neue Lichtsignale
ersetzt wurden. Die besonderen Aufnahmen mit den Formsignalen sind daher
leider nicht mehr möglich.
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…vorbei am alten Stellwerk.
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Langsam
nähern wir uns dem Bahnhof Schwerte. In Schwerte halten mehrere
Regionalzüge nach Düsseldorf, Venlo (Niederlande), Hamm, Krefeld und Richtung
Kassel. Positiv zu erwähnen ist, dass es in Schwerte noch einen regen
Güterverkehr gibt. Auch der eigene Ablaufberg wird noch benutzt und die
Abstellgleise sind immer mit Güterwagen besetzt. Diesel- und Elektroloks
verschiedenster Baureihen kann man mit etwas Geduld beobachten. Ansonsten
halten in Schwerte hauptsächlich folgende Baureihen (Stand: Oktober 2007):
Baureihe 111, 112, 612, und 648. In regelmäßigen Abständen rollt ein ICE
durch Schwerte auf den Weg Richtung Düsseldorf und
Hamm. Mittlerweile hat der 648 in Schwerte gehalten.
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Schwerte (Ruhr): In der „Rush-Hour“
verkehren ab Schwerte (bis Dortmund) Doppeltraktionen.
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Während
der Pausenzeiten wird das Fahrzeug für einige Zeit im Gleisvorfeld des
Bahnhofs abgestellt. Danach macht sich der Triebfahrzeugführer wieder auf
den Weg zurück nach Dortmund Hauptbahnhof. Mehrmals am Tag verkehrt die
Ardey-Bahn weiter nach Iserlohn. Die RB53 verkehrt montags bis freitags
zwischen Dortmund und Schwerte alle 30 Minuten. Zwischen Schwerte und
Iserlohn ist ein Stundentakt sichergestellt. Samstags, sonntags und an
Feiertagen verkehrt die Linie alle 60 Minuten.
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Pause in Schwerte.
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